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JETZT HandelnERFOLGSSTORIES

Erfolgsgeschichten unserer Mitglieder

Die Erfolgsgeschichten unserer OHA! Mitglieder zeigen, dass nachhaltiges Handeln in Unternehmen keine abstrakte Idee, sondern gelebte Realität ist. Sie machen sichtbar, wie Betriebe, Institutionen und engagierte Menschen in Ostbayern konkrete Schritte gehen, um Ressourcen zu schonen, CO₂ zu reduzieren und ihre Arbeitsweisen zukunftsfähig zu gestalten.

Gleichzeitig wollen wir Sie mit diesen Geschichten inspirieren: Sie zeigen, dass jede Maßnahme – egal in welchem Umfang – Wirkung entfaltet und andere motiviert, selbst aktiv zu werden. Hier erfahren Sie, wie unsere Mitglieder Herausforderungen meistern, innovative Projekte umsetzen und gemeinsam an einer nachhaltigeren Region arbeiten.
Diese Berichte verdeutlichen, dass Fortschritt im Bereich Nachhaltigkeit nicht nur notwendig, sondern auch machbar, messbar und lohnenswert ist.

Erfolgsstory Consolinno Energy: Energiewende soll für alle möglich sein

Als Klimadiktator kann man sich Klaus Nagl mit seinem Bart, dem Rasta-Dutt und einem kleinen Dauerlächeln, fest verankert in den Mundwinkeln, schwer vorstellen. Entschlossen und qualifiziert genug dazu wäre er. Als Vater hat er auch hinlänglich Motivation, sich dem Klimawandel entgegenzustellen. Darum ist er Unternehmer geworden und hat die Regensburger Firma Consolinno gegründet, um die Nutzung regenerativer Energien voranzutreiben.

Ob er ein Fatalist ist? „So wie es ist, so ist es halt“, antwortet Klaus Nagl. Das heißt bei ihm aber noch lange nicht, dass es „so“ auch bleiben muss. Damals vor vier Jahren beim Spaziergehen mit dem Nachbarn während der Doktorandenzeit gegründet, bedient das Startup, bei dem aktuell 66 Personen arbeiten, die Energiewelt mit Software und Hardware, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert.

Consolinno will die Energiewende für alle Mieter ermöglichen

Klimaschutz durch Energiewende und deren gelingen „Intelligente Lastverschiebung“ und „Intelligente Lösungen“ ist ein Kernanliegen in der Regensburger Franz-Mayer-Straße 1. „Es geht darum, Energie dann zu verbrauchen, wenn viel Energie da ist. Und wenig zu Zeiten, wo wenig Energie aus den Regenerativen erzeugt wird.“ Künstliche Intelligenz auf unserem Leaflet verwaltet den Stromverbrauch beim Einfamilienhaus mit Photovoltaik auf dem Dach, einer Wärmepumpe im Keller und einer Stromtankstelle in der Garage.

Aber auch die Mieter in Mehrfamilienhäusern sollen und können Teil der Energiewende sein, z.B. ist auch die Abrechnung und Verwaltung von Mieterstrom bei Consolinno im Portfolio. „Hier arbeiten wir gerne mit Partnern zusammen und unterstützen in allen Belangen damit die Energiewende auch für alle Mieter und nicht nur die Einfamilienhausbesitzer möglich wird.“

Neue Technologien könnten bessere Strukturen im Stromnetz schaffen

Wenn Nagl von Blockchain redet, dann nicht um irgendeine digitale Luftwährung zu erzocken. Die Blockchain-Technologie möchte Nagl dazu nutzen, eine Art Mikrostrommarkt zu schaffen. Das Problem bei Strom aktuell: Es gibt, ganz grob gesagt, ein Netz und dort wird eingespeist und verbraucht. Mit der Blockchain-Technologie ließe sich aus diesem trüben Teich eine Art strukturiertes Warenhaus mit Regalen machen, in das Strom paketweise abgelegt und herausgenommen werden kann.

Digitale Markierungen könnten jede produzierte Kilowattstunde kennzeichnen – ob aus der Biogasanlage des Bauernhofes aus dem nächsten Dorf, oder von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Nachbarn. Diese codierte Kilowattstunde, sozusagen das Paket, könnte dann einem Verbraucher zugeordnet werden. Statt diffusem Zu- und Abfluss in und aus dem Netz ergibt sich so ein strukturierter Warenverkehr, mit handelbaren Einheiten.

Blockchain-Markierungen eröffnen Markt für Kleinanlagen

„Und dann sag ich, es wäre doch eine schöne Geschichte den nachweislich regional und billig erzeugten Strom vom Nachbarn, vom Windrad ums Eck, oder vom Biogasbauern zu beziehen wo man vielleicht auch noch die Eier kauft, allein bei den Landwirten sind zig Megawatt Erzeugerleistung zum Verteilen vorhanden.

So ein Blockchain-basierter Herkunftsnachweis und Handelsmechanismus für den Strom aus der Steckdose hätte auch das Zeug, einen Markt für all die älteren Kleinanlagen zu schaffen, die inzwischen aus der EEG-Umlage herausgefallen sind und keine Einspeisevergütung mehr erhalten. Wenn hier keine Lösung gefunden wird, wird vielerorts voll funktionsfähige und amortisierte, klimafreundliche Stromerzeugung einfach abgeschaltet. Und das ärgert Nagl: „Ihren PV-Strom vom Dach sollten sie eigentlich ihrem Nachbarn verkaufen können. Punktausende.“

Für Klaus Nagl ist die Energiewende kein leichtes Ziel – aber erreichbar

Das geht? Das geht auf einem Markt, der dank Blockchain nicht manipulierbar gestaltet werden könnte. Dieses Verfahren ist bewiesenermaßen sicher genug, dass darüber sogar eine eigene Währung, etwa Bitcoin, verwaltet werden kann. Das sei aber noch Zukunftsmusik. „Wir bringen den Nachweis, dass es geht und versuchen dann, das in die Politik reinzuspielen und dann müssen wir  zeigen wir das geht am Land genau so gut wie in der Stadt und es können wieder alle davon profitieren.

Hier fängt bei Nagl – wenn schon nicht der Fatalismus – dann doch der Realismus an. „Aktuell sei das Themenfeld vor allem auch regulatorisch komplex – Wörter wie Smart Meter Rollout, bidirektionales Laden, regionaler Strommarkt, Blockchain und weitere Themen sinnvoll miteinander zu verknüpfen oder nebeneinander einzuordnen und daraus die Energiewende zu zaubern sei kein leichtes Thema, aber wir müssen es schaffen“, sagt er.

Ökologische Ausrichtung kann für ökonomisches Wachstum sorgen

Trotzdem glaubt Nagl daran, dass die Energiewende möglich ist. Der vielleicht beste Beweis für diese These: „Wir verdienen unser Geld damit, dass wir Klimaschutz machen.“ Die wesentlichen Produkte von Nagl steuern, verwalten, analysieren und optimieren Stromverbrauch. Weniger Strom kostet weniger Geld produziert weniger CO2. Seine Aufgabe sieht er aktuell aber auch darin zu zeigen, was technisch möglich ist. Für die Consolinno wäre das ein Zukunftsmarkt.

Die Technologie, um dem Klimawandel zu begegnen? „Die ist da, alles da!“ Es mischt sich ein Hauch der Verzweiflung in die sonst cool und routiniert abgespulten Antworten. Schwer sei das. „Politisch einfach schwer. Es ist einfach immer noch nicht die Bemühung da, das alles zu durchbrechen.“

Klimaschutz geht leichter ohne Konkurrenzdenken

Doch der Druck im Kessel steigt. Davon ist Nagl überzeugt. Karlsruhe habe das gerade erst bestätigt. Das Klimaschutzgesetz muss – von höchsten deutschen Gericht mit mangelhaft bewertet – nachgebessert werden. Ein kleiner Anfang. Die Fridays-for-Future-Kinder, Umweltinitiativen, engagierte Unternehmer, die Bevölkerung, Wähler.

Mit Blick auf den Klimawandel sieht Nagl aber nur einen Weg: „Es muss schneller gehen, wir müssen schneller Lösungen entwickeln und dann auch auf solche Lösungen setzen und schneller regulatorische Rahmenbedingungen anpassen, zudem sei Konkurrenzdenken in der Sache Klimaschutz total fehl am Platz, die Dinge sind komplex, wir müssen alle Kräfte bündeln und zusammen arbeiten, deswegen stellen wir vieles von uns auch OpenSource, oder machen auch mal was einfach so, gerade haben wir der Baugenossenschaft Margaretenau in Regensburg ehrenamtlich beim Mieterstrom abrechnen geholfen, weil man das auch einfach mal unterstützen muss wenn sich Leute engagieren, zusammenhelfen halt!“

Energiewende: Der strombasierte Weg ist bereits eingeschlagen

Konkret wünscht sich Nagl eine Taskforce. Es müsse Leute geben, „die das schnell und zügig entscheiden können“. Die Roadmap müsse in zwei bis drei Jahren stehen, die schlussendlich das zentrale Problem löse: „Wie kriege ich Kernkraft und Kohle ersetzt bei steigender E-Mobilität und bei einer Wärmewende, die auf Wärmepumpen basiert?“

„Ob ich nebenbei was von Wasserstoff halte oder nicht, das sei an dem Punkt auch mal dahingestellt“, sagt Nagl. Der strombasierte Weg sei von der Regierung bereits unumkehrbar eingeschlagen. Zwei Sektoren, Verkehr und Wärme, die früher wenig Elektrizität gebraucht haben, müssen komplett auf Strom umgestellt werden. Große, grundlastfähige Kraftwerke fallen gleichzeitig weg.

Nagl will jenen Lösungen anbieten, die einen Weg zu mehr Klimaschutz suchen

Eine mächtige Aufgabe. Die Zeit, den Klimawandel ganz abzuwenden ist bereits abgelaufen. Fünf nach zwölf? „Fünf nach zwölf war es schon vor zehn Jahren. Wir müssen schauen, wird es jetzt halb eins oder eins. Bei eins ist es vorbei.“ Deswegen wünscht sich Nagl ein Entscheider-Gremium. Aber er sieht sich selber eher nicht dabei sondern als flinker Lösungsanbieter wenn Entscheidungen stehen. „Schlaue Leute, die das Durchblicken, die das zusammen durchdenken können, vielleicht zudem weniger grantig wie ich“, die sollten da rein. Ein Fahrplan muss her. „Und dann aber los.“

Warum er bei OHA! dabei ist? „Ich finde die Initiative vom Grundgedanken her gut. Auf das Netzwerk bin ich gespannt. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man die verschiedenen Akteure zusammenbringt. Wir sind Lösungsanbieter und jetzt gibt es da Leute, die vielleicht Lösungen suchen. Wir sind der Thinktank. Wir machen das aus Passion.“ Das mit der Passion, das glaubt man diesem Mann. Sofort.

Praxistipps für Unternehmen

Nachhaltiges Handeln beginnt im Unternehmen selbst – mit konkreten Maßnahmen, die Ressourcen schonen, CO₂-Emissionen reduzieren und langfristigen Mehrwert schaffen.
In dieser Übersicht finden Sie praxisnahe Ansätze, mit denen Sie einen Beitrag für Ihr Unternehmen und die Region Ostbayern leisten können. Die einzelnen Themenblöcke enthalten außerdem weiterführende Materialien, die Sie bei Ihren Vorhaben unterstützen. 

ENERGIE & ENERGIEEFFIZIENZ

Mit wenig Aufwand CO₂, Ressourcen und Kosten sparen.

Mit gezielten Maßnahmen zur Energieeinsparung können Unternehmen ihre CO₂-Bilanz verbessern, Betriebskosten senken und gleichzeitig einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten. Schon kleine Veränderungen – von LED-Beleuchtung über intelligentes Energie-Monitoring bis hin zu effizienten Maschinen und Klimasteuerung – haben spürbare Wirkung. Erfahren Sie, wie Sie Energie effizient nutzen und gleichzeitig Ihr Unternehmen zukunftssicher aufstellen.

MEHR ERFAHREN!

Kreislaufwirtschaft & Materialeinsatz

Ressourcen clever nutzen, Abfall vermeiden und Wertstoffe erhalten.

Durch intelligente Produktgestaltung, recycelte Materialien und klare Rücknahmesysteme können Unternehmen Abfall reduzieren, Kosten sparen und wertvolle Ressourcen im Kreislauf halten. Kreislaufwirtschaft macht Prozesse effizienter und stärkt die regionale Wertschöpfung.

MEHR ERFAHREN!

Nachhaltige Mobilität

Wege neu gestalten: emissionsarm unterwegs, attraktiv für Mitarbeitende.

Mit Jobrädern, E-Ladepunkten, ÖPNV-Zuschüssen und guten Homeoffice-Regelungen können Unternehmen Emissionen senken und gleichzeitig Kosten sparen. Nachhaltige Mobilität stärkt Gesundheit, Arbeitgeberattraktivität und regionale Klimaziele.

MEHR ERFAHREN!

Kantine, Lebensmittel & regionale Beschaffung

Durch Nutzung regionaler Produkte Abfall & Emissionen reduzieren.

Regionale Lebensmittel, weniger Food Waste und bewusste Menüplanung verbessern die Umweltbilanz und stärken regionale Erzeuger. Nachhaltige Verpflegung ist unkompliziert und zeigt sofort Wirkung.

MEHR ERFAHREN!

Biodiversität am Unternehmensstandort

Artenvielfalt fördern, Grünflächen gestalten und so das Klima stärken.

Blühflächen, naturnahe Firmengelände und zusätzliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen fördern die Artenvielfalt und verbessern gleichzeitig das Mikroklima am Unternehmensstandort. Schon kleine Maßnahmen können dabei große ökologische Effekte entfalten – direkt vor der eigenen Haustür.

MEHR ERFAHREN!

Wasserverbrauch & Wassermanagement

Wasser clever nutzen und Ressourcen und Kosten sparen.

Durch effizientere Technik, intelligente Messsysteme und bewussten Umgang lässt sich der Wasserverbrauch erheblich senken. Nachhaltiges Wassermanagement spart Kosten und schützt eine zunehmend knappe Ressource.

MEHR ERFAHREN!

Nachhaltige Beschaffung & Lieferketten

Mit verantwortungsvollem Einkauf Emissionen einsparen.

Transparente Lieferketten, nachhaltige Materialien und faire Standards reduzieren Risiken und schaffen Vertrauen. Unternehmen profitieren langfristig von stabilen Partnerschaften und einer besseren CO₂-Bilanz.

MEHR ERFAHREN!

Digitalisierung

Technologische Fortschritte nutzen und digital nachhaltiger werden.

Digitale Tools sparen Papier, optimieren Prozesse und reduzieren Energieverbrauch. Die Digitalisierung ist ein zentraler Hebel, um Nachhaltigkeit effizient und messbar zu gestalten.

MEHR ERFAHREN!

Mitarbeitende einbinden & Bewusstsein schaffen

Alle mitnehmen und gemeinsam nachhaltiger handeln.

Nachhaltigkeit wird erfolgreich, wenn alle mitziehen. Workshops, Ideenprogramme und klare Kommunikation schaffen Motivation und echte Beteiligung im Unternehmen.

MEHR ERFAHREN!

CO₂-Bilanzierung & Reporting

Emissionen verstehen und durch Transparenz wirksam reduzieren.

Mit einer CO₂-Bilanz schaffen Unternehmen Klarheit über ihre Emissionen und erkennen die größten Hebel zur Reduktion. Reporting schafft Transparenz und stärkt die Glaubwürdigkeit.

MEHR ERFAHREN!

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Nachhaltigkeit erfolgreich umzusetzen bedeutet, voneinander zu lernen und bewährte Ansätze auszuprobieren. Unsere Mitglieder zeigen, wie verschiedene Maßnahmen in der Praxis wirken – von Energieeffizienz über Kreislaufwirtschaft bis hin zu Mitarbeitereinbindung.
In den Erfolgsstories finden Sie detaillierte Praxisberichte, die konkrete Erfahrungen und Ergebnisse darstellen. Zusätzlich bieten die Websites unserer Mitglieder wertvolle Informationen, Anregungen und Best Practices, die Unternehmen direkt umsetzen können, um ihre eigene Nachhaltigkeitsstrategie zu stärken.

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