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Sechs Antworten für OHA!

Bitte stellen Sie sich und Ihr Unternehmen kurz vor. 
Ich begleite als Berater für Organisationsgestaltung Unternehmen bei Strategie- und Veränderungsfragen, vor allem, wenn es um eher radikale und „rumplige“ Transformation geht. Als Berater kann ich die Veränderungen im Unternehmen, die mit Strukturen, Prozesse, Führung, Entscheidungsgestaltung und Strategieentwicklung als Sparringspartner begleiten. Es geht darum, Transformation gekonnt aufzusetzen oder, was leider häufiger ist, beim Versanden wieder reaktivieren.

Was hat Sie motiviert der OHA! beizutreten?  
Ich kenne OHA jetzt über zwei Jahre. Mich begeistert, dass es Unternehmen gibt, die GEMEINSAM im gegenseitigen Austausch daran arbeiten, einen Beitrag zu leisten zu einer ökologischen, nachhaltigen Welt. Und das Ganze pragmatisch, nicht ideologisch überhöht. Ich lerne permanent in meinen verschiedenen Rollen (Berater, Privat, Politisch) dazu. Anregend ist für mich, dass es den Unternehmen gelingt, business-case und Werte zu integrieren (das war 2016 auch mal ein Workshop-Thema, den ich für das damalige ManagementKolleg der IHK gestaltet hatte:  Werte – Kennzahlen – Integrität.) 

Kennen Sie den ökologischen Fußabdruck und die ökologische Bilanz Ihres Unternehmens? 
Ja, ich war auch in ein paar Simulationen dabei. Wobei ich mich als 1-Person-Unternehmer auch daran orientiere, jedoch keinen so großen Beitrag leisten kann. (dazu gibt es genügend Studien). Spannend ist jedoch dabei die Erfahrung, „antifragil“ aufgestellt zu sein, d.h. die Risikofaktoren und Abhängigkeiten von außen zu reduzieren.

In welchen Bereichen Ihres Unternehmens sehen Sie (noch) Potenziale für mehr Nachhaltigkeit und was planen Sie in naher Zukunft umzusetzen? 
Viel weniger geht nicht. Meine Arbeitsfläche und Wohnfläche ist weit unterhalb des statistischen Durchschnitts. Mein Balkonkraftwerk arbeitet. Und im 4. Stock ohne Aufzug bin eh permanent energiebewusst unterwegs ;-).

Wie kann die OHA! Sie dabei unterstützen und was möchten Sie selbst in die Initiative einbringen?  
Mich unterstützen? Ja! Die gelingenden Beispiele der OHA-Unternehmen kann ich gut einbringen, wenn andere Unternehmen sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen. Energieberatung ist jedoch kein Business-Bereich für mich und meine Leistungen, ich bin jedoch als „homo politicus“ (gesellschaftspolitisch engagiert) auch aktiv. Z.B. in der Gemeinwohlökonomie.
Was kann ich einbringen? Als engagierter Netzwerker:  Kontakte mit vielen Unternehmern und Unternehmen, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben.      Begleitung von Unternehmen bei gegenseitigem Lernen, nicht nur in Sachen Energiesparen, sondern 
Als Berater kann ich die Veränderungen im Unternehmen, die mit Strukturen, Prozesse, Führung, Entscheidungsgestaltung und Strategieentwicklung als Sparringspartner begleiten.

Welche Visionen haben Sie für die Zukunft unserer Region und ihrer Wirtschaft – zum Beispiel in fünfzig Jahren?
Oh? Da wohnen zwei Seelen in meiner Brust.  Zum einen sehe ich viel gegenseitige Unterstützung und Kooperation, nicht nur beim Energiesparen, sondern insgesamt. Anstelle von Wettbewerb Synergie und Zusammenhalt zumindest der Unternehmer innerhalb der OHA und auch anderen, den mittelständischen KMUs.
Zum anderen werden durch die geopolitischen Zusammenhänge, Abhängigkeiten und Wechselwirkungen noch einiges an wirtschaftlichen und in Folge davon auch gesellschaftlichen Verwerfungen auch in Ostbayern ankommen (die tlw. erschreckend hohen Wählerzahlen für die AfD gerade in Ostbayern sind Symptom dafür).    
Ebenso sind die klimatischen Zusammenhänge mit anderen Zeitverläufen gekennzeichnet. Die Ungeduld des Individualismus und der materielle Wohlstand – alles, sofort – sind damit im Widerstreit.
Das Denken in Enkeltauglichkeit, das auch die OHA kennzeichnet, soweit ich das wahrnehme, ist ein Antidot gegen diese Verwerfungen.
Mein Leitspruch, von Hanns Dieter Hüsch: „Optimistisch nie, zuversichtlich immer!“

Walter Herter
Diplom-Pädagoge, Diplom-Ökonom