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Erfolgsstory Nachhaltigkeit durch Retrofit: Abraham Automation modernisiert Weinisch GmbH & Co. KG

Die industrielle Landschaft ist im Wandel. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Produktionsanlagen an den neuesten Stand der Technik anzupassen, um effizienter, wettbewerbsfähiger und nachhaltiger zu werden. Eine effektive Lösung bietet das Retrofit – die Modernisierung bestehender Anlagen durch den Einsatz neuer Technologien. Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist das Projekt der Abraham Automation GmbH bei der Weinisch GmbH & Co. KG in Oberviechtach.

Retrofit: Schlüssel zur modernen Industrie

Retrofit bedeutet, bestehende Maschinen und Anlagen aufzurüsten, anstatt sie durch neue zu ersetzen. Eine Investition, die sich ideal in produktionsarmen Phasen umsetzen lässt und schnell amortisiert, spart langfristig Kosten, schont Ressourcen und entlastet nachhaltig die Umwelt. Durch den Austausch von Steuerungs- und Elektronikkomponenten wie Speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) und Antrieben werden kritische Komponenten auf den aktuellen Stand gebracht. Das Steigert die Effizienz und Zukunftssicherheit von Bestandsanlagen erheblich und ggf. den Energieverbrauch reduzieren.

Abraham Automation GmbH: Experten für nachhaltige Automatisierung

Die Abraham Automation GmbH ist ein Spezialist im Bereich der industriellen Automatisierung und Experte für individuelle Retrofit-Lösungen. Mit einem engagierten Team von erfahrenen Ingenieuren bietet das Unternehmen maßgeschneiderte Konzepte, die auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten sind. Mit Fokus auf individuelle Lösungen und über 35 Jahren Erfahrung in vielen Branchen der industriellen Fertigung, kann Abraham Anlagen nahezu aller Hersteller modernisieren.

Weinisch GmbH & Co. KG: Tradition trifft Innovation

Gegründet 1979 von Alfred Weinisch in Waldmünchen, hat sich die Weinisch GmbH & Co. KG zu einem der führenden Lohnbeschichter in Deutschland entwickelt. Als Pionier in der elektrostatischen Pulverbeschichtung von Aluminium-Fassadenprofilen und -blechen steht das Unternehmen für Qualität, Innovation und Umweltbewusstsein. Mit über 70 qualifizierten Mitarbeitern beschichtet Weinisch jährlich rund zwei Millionen Quadratmeter Oberfläche im Werk in Oberviechtach.

Die Herausforderung

Die Fertigungsanlagen von Weinisch waren nach 40 Jahren pausenlosen in Betrieb und somit modernisierungsbedürftig. Veraltete Elektrokomponenten, fehlender Reparaturservice, fehlende Ersatzteile und ein Mangel an Fachpersonal für die historische Software erschwerten den Betrieb. Als einst modernste Pulverbeschichtungsanlage Europas, ist das Konzept der Anlage immer noch mit modernen Beschichtungsanlagen vergleichbar. Mit Erneuerung der elektronischen Komponenten, um weiterhin effizient und wettbewerbsfähig zu bleiben, entschied sich Weinisch für ein umfassendes Retrofit ihrer Anlagen. Zusätzlich Herausforderung für Firma Abraham war, dass die Modernisierung während des laufenden Betriebs vorgenommen wurde. Somit ist kein Produktionsausfall entstanden, da die Umbauten, während der der Ruhezeiten durchgeführt wurden und die Anlage zum nächsten Schichtbeginn wieder einsatzbereit war.

Das Retrofit-Projekt

Projektplanung
Der erste Schritt bestand in der detaillierten Analyse des IST-Zustands der Anlagen. Alle vorhandenen Schaltpläne und Steuerungsprogramme wurden von den Ingenieuren gesammelt und in Zusammenarbeit mit den Anlagenbedienern in Detektiv-Arbeit analysiert und ergänzt. Bestandteil der Modernisierung sind dabei der Zentralumlauf für Teiletransport, Vorbehandlung, Filteranlage, Blockheizkraftwerk und Ofen. Fokus wird dabei auf das Verständnis der Funktion der Anlage gelegt. Nur so können die Komponenten ohne Änderung der Bedingung ausgetauscht und wieder in Betrieb genommen werden.

Umsetzung
Aus diesen Daten entwickelt Abraham Automation GmbH ein maßgeschneidertes Konzept für die Modernisierung:
•    Konstruktion neuer Schaltpläne mit EPlan P8.
•    Umstellung der alten Step-5-Programmierung auf das moderne TIA-Portal.
•    Austausch der veralteten Siemens S5 SPS gegen die leistungsfähige Siemens S7-1500.
•    Integration moderner Regler und Elektronikkomponenten, um die Prozesssteuerung zu optimieren.
•    Erneuerung des HMI (Human Maschine Interface) zur Steuerung und Überwachung des Prozesses 

Inbetriebnahme 
Die Inbetriebnahme erfolgte in Abschnitte an produktionsfreien Tagen, um den Betriebsablauf nicht zu stören. Hier wurden immer einzelne Abschnitte des Zentralumlaufes für den Transport der Werkstücke, Vorbehandlung oder andere Anlagenteile aufgeteilt und in günstigen Zeitfenstern umgesetzt. Somit wurde der Prozess zwischen der alten bestehenden und modernen Steuerung aufgeteilt. Mit jedem Umbauabschnitt sind weitere Funktionen in das neue System übernommen worden. Nach umfassenden Tests des Abschnitts wurden die Anlagen in Betrieb genommen und stand für den nächsten Arbeitstag uneingeschränkt zur Verfügung.

Ergebnisse und Vorteile
Für Weinisch GmbH & Co. KG
•    Steigerung der Effizienz: Die modernisierten Anlagen arbeiten schneller und zuverlässiger.
•    Kostenersparnis: Geringere Betriebskosten durch weniger Wartungsaufwand / kein Produktionsausfall während der Umbauphase.
•    Zukunftssicherheit: Die Anlagen sind nun durch moderne Komponenten und Bus-Systeme bereit für zukünftige Anforderungen und Erweiterungen.
•    Ressourcenschonung: Die Wiederverwendung bestehender Anlagenkomponenten trägt zur Nachhaltigkeit bei.

Warum Abraham Automation?

Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts zeigt die Kompetenz und das Engagement der Abraham Automation GmbH. Als renommierter Automatisierungs-Dienstleister ist die Firma in vielen Branchen der industriellen Fertigung zuhause. Somit ist Spezialisten Knowhow in vielen unterschiedlichen Prozessen und Technologien vorhanden. Dieser Umstand kommt bei Retrofit-Projekten zu gute. Auch hier sind je nach Kunde vielfältige Technologien, Prozesse und Fertigungskonzepte im Einsatz. Mit umfassendem Fachwissen und enger Zusammenarbeit mit Firma Weinisch, ist in der Umbauphase kein Maschinenstillstand entstanden.

Fazit und Ausblick

Das Retrofit-Projekt bei der Weinisch GmbH & Co. KG ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Unternehmen durch Modernisierung ihrer Anlagen Effizienz steigern und gleichzeitig durch Einsparung von Ressourcen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Die Zusammenarbeit mit der Abraham Automation GmbH hat gezeigt, dass Retrofit eine nachhaltige und wirtschaftliche Alternative zur Neuanschaffung von Anlagen ist.
In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz immer wichtiger werden, bietet Retrofit Unternehmen die Möglichkeit, sich zukunftsfähig aufzustellen. Als erfahrene Partner, bieten wir Firmen die Möglichkeit, diesen Prozess erfolgreich und gewinnbringend umzusetzen.
 

 

Was Unternehmen tun können:

Beim Umweltschutz geht es nicht um Groß oder Klein, sondern um das Tun an sich, denn viele kleine Fortschritte und Verbesserungen haben später eine große Wirkung.

Die folgende Liste bietet Handlungsempfehlungen für Unternehmen. Egal ob Handwerksbetrieb, Dienstleistungsunternehmen oder Industriekonzern, in der Liste ist für jede Größe und jedes Budget etwas dabei.

Mitarbeiter sensibilisieren

Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter durch eine wöchentliche Email, etwas möglichst mit dem Rad in die Arbeit zu fahren oder anzuregen den eigenen CO2 Ausstoß zu reduzieren.

JobRad Angebot für Mitarbeiter

Tun Sie etwas für das Klima und für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Mit JobRad wird ein neu angeschafftes Fahrrad für den Arbeitsweg von der Steuer absetzbar.

Sustainability-Board

Führen Sie ein schwarzes Brett für Ihre Mitarbeiter ein, um Vorschläge für aktiven Umweltschutz zu machen.

Trinkwasserspender installieren

Installieren Sie einen Trinkwasserspender in Ihrem Unternehmen oder regen Sie Ihre Mitarbeiter an Leitungswasser zu trinken. Jeder Liter Leitungswasser spart 220g CO2 im Vergleich zu einem Liter Trinkwasser in PET Flaschen ein.

Heizungstechnik erneuern

15% des CO2 Ausstoßes in Bayern werden für die Beheizung gewerblich genutzter Gebäude ausgestoßen. Häufig ist die Heiztechnik veraltet und nicht auf dem Stand der Technik. Es ist technisch problemlos möglich, auch Gewerbebauten umweltfreundlich zu beheizen. Eine Vielzahl an Möglichkeiten stehen hier zur Auswahl, lassen Sie sich von Ihrem Fachhandwerker beraten.

Ventilator unter dem Dach

Warme Luft steigt nach oben, der Heizbedarf vor allem in schlecht gedämmten Industriehallen mit großer Höhe ist deshalb besonders groß. Ventilatoren unter dem Dach drücken die warme Luft wieder zum Boden. Die Heizkosten lassen sich häufig um 40% senken, bei geringen Investitionskosten.

Smarte Beleuchtung

Installieren Sie Energiesparende LED Leuchtmittel gepaart mit Präsenzsensoren und verhindern Sie unnötigen Energieverbrauch in leeren Gebäuden. 

Bezug von EEG-Strom oder Power Purchase Agreement

In Deutschland werden ~30% des CO2 Ausstoßes bei der Stromerzeugung ausgestoßen. Dies geschieht auch heute noch zu einem großen Teil in Kohle-Kraftwerken. Durch den Bezug von EEG-Strom oder ein Power-Purchase-Agreement für Großabnehmer, fördern Sie aktiv den Ausbau erneuerbarer Energien.

Produktentwicklung optimieren

Bei produzierenden Unternehmen entstehen durchschnittlich 60% des CO2 Ausstoßes Produktbezogen. Optimieren Sie Ihre Produkte bereits in der Entwicklung durch Vermeidung von Verpackungen oder die Nutzung umweltfreundlicher Materialien, z.B. Kunststoff-Recyclat.

Prozesswärme zurückgewinnen

In Produzierenden Unternehmen entsteht sehr viel Abwärme. Diese Abwärme lässt sich häufig gewinnbringend einsetzen um den Primärenergieverbrauch zu reduzieren. Setzten Sie sich mit einer Fachfirma in Verbindung.

Einsatz effizienter Pumpen

Etwa 10% der weltweiten elektrischen Energie wird für Pumpanwendungen aufgewendet. Durch den Einbau bedarfsgeregelte Pumpen, lassen sich bis zu 80% Energie und Kosten einsparen.

PV-Anlage auf freien Flächen

Jeder Quadratmeter Photovoltaik reduziert 600 kg CO2 / Jahr und bringt zusätzlich Rendite.

Papierverbrauch reduzieren

Digitalisieren Sie Belege, Beipackzettel, Handbücher, Rechnungen und Gehaltsabrechnungen in Ihrem Unternehmen. Damit steigern Sie Ihre Effizienz und tun gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes.

Elektrofahrzeuge als Dienstwagen

Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Option ein Elektroauto als Dienstwagen zu wählen oder nehmen Sie Elektrofahrzeuge in Ihre Firmenwagen-Flotte auf und sichern sich so attraktive Fördermöglichkeiten. Bei häufig gefahrenen Kurzstrecken reduzieren Sie den CO2 Ausstoß um bis zu 40%, bei Bezug von Ökostrom um 90%.