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Sechs Antworten für OHA!

Bitte stellen Sie sich und Ihr Unternehmen kurz vor.
Die Schindler Fenster + Fassaden GmbH ist Spezialist für hochwertige Gebäudehüllen und beschäftigt am Firmensitz in Roding-Wiesing rund 300 Mitarbeiter. In enger Zusammenarbeit mit Bauherren und Architekten realisieren wir europaweit einzigartige Fassaden aus Holz, Metall, Glas und Stein. Unsere Stärke ist es, all diese Materialien zu kombinieren und Komplettleistungen aus einer Hand anzubieten: von der Beratung, Forschung & Entwicklung, Planung und Produktion bis hin zur Montage und Wartung – für Neubauten sowie für die Revitalisierung von Bestandsimmobilien.

Was war Ihre Motivation, OHA! beizutreten?
Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend – wir verstehen darunter: verantwortungsvolles Handeln.
Diese Haltung prägt unser Tun und zeigt sich insbesondere in unserem bewussten Umgang mit Rohstoffen und Energie bei der Herstellung unserer Produkte. Dies stellen wir durch kontinuierliche Investitionen in die Optimierung unserer Herstellungsprozesse sicher. 
Fest in der Region verwurzelt – seit über 90 Jahren in Roding-Wiesing – schätzen wir den Austausch mit Unternehmen aus der Umgebung, die unsere Werte teilen. Voneinander zu lernen, Erfahrungen und Ideen auszutauschen sind wertvolle Wege, um gemeinsam eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.

Beschreiben Sie Ihren ökologischen Fußabdruck. Wo sehen Sie Handlungsbedarf?
Unsere Heizenergie und Prozesswärme gewinnen wir zu 100 % aus Biomasse, welche wir regional beschaffen, sowie aus unseren eigenen Holz-Produktionsabfällen – dadurch sind wir vollständig unabhängig von fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas. Zusätzlich investieren wir in Photovoltaik-Anlagen und erzeugen mittlerweile mehr Strom aus erneuerbaren Quellen, als wir im gesamten Unternehmen verbrauchen.
Auch beim Thema Kühlung setzen wir auf nachhaltige Lösungen: Unsere Büroräume werden energieeffizient über Grundwasser- und Luftwärmepumpen temperiert. Außerhalb der Heizperiode wird das Warmwasser über Sonnenkollektoren erzeugt. Ein weiterer Beitrag zur Ressourcenschonung ist die nahezu vollständige Umstellung unserer Beleuchtung auf moderne LED-Technologie. Für den sicheren und umweltfreundlichen Transport unserer Fassadenelemente und Fenster setzen wir größtenteils auf wiederverwendbare Transportgestelle. Zur Reduzierung des Folienverbrauchs bei der Verpackung unserer Produkte nutzen wir einen Verpackungsroboter mit sparsamer Stretchfolientechnik.
Darüber hinaus tragen digitale Prozesse wesentlich zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit bei: Durch den Einsatz von BIM, 3D-CAD-Planung, parametrischer Arbeitsvorbereitung und digitalen Produktionsterminals konnten wir unter anderem unseren Papierverbrauch deutlich senken.
Durch den Einsatz von Stromspeichern wollen wir zukünftig erreichen, dass der Eigenverbrauchsanteil höher wird – zur Entlastung des Stromnetzes und für mehr Unabhängigkeit.

Wo sehen Sie Handlungsmöglichkeiten?
Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie die Vermeidung von Abfällen sind für uns zentrale Anliegen, die wir kontinuierlich in unsere Prozesse einbeziehen. Wir verfügen über ein Umweltmanagementsystem nach DIN 14001 und sind nach DIN 9001 zertifiziert. Durch den Einsatz von Holz aus zertifizierter Waldbewirtschaftung leisten wir unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit entlang der gesamten Produktkette.
Um unseren Energieverbrauch transparent darzustellen, Einsparpotenziale zu erkennen und gleichzeitig die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, haben wir ein Energiemanagementsystem gemäß DIN 50001 eingeführt. Dies wird uns helfen, weiterhin die Energieeffizienz zu steigern und unseren Carbon Footprint zu reduzieren.

Wie kann OHA! Sie dabei unterstützen und was wollen Sie bei OHA! tun?
Das Netzwerk von OHA! Ist breit gefächert. Durch einen regelmäßigen Austausch können Ideen und Erfahrungen weitergetragen werden. Oftmals braucht es nur eine kleine Anregung, um Veränderungen zu beginnen oder das Denken in eine andere Richtung zu lenken. Dafür sind Gespräche mit Gleichgesinnten aus verschiedensten Bereichen äußerst wertvoll mit Vorteilen für jeden – vor allem für unsere Umwelt und zukünftige Generationen.

Wo zwischen ökologischem Paradies und Weltuntergang sehen Sie Ihre Region und deren Wirtschaft in fünfzig Jahren?
Man könnte sich vorstellen, dass, wenn wir jetzt die richtigen Entscheidungen treffen, unsere Region in fünfzig Jahren ein ökologisches Paradies sein kann: nachhaltige Praktiken sind weit verbreitet, erneuerbare Energien dominieren und wir haben eine florierende und gleichzeitig verantwortungsvolle Wirtschaft, die auf Innovation und Umweltverträglichkeit basiert. Das erfordert jedoch kluge Investitionen und eine Zusammenarbeit auf regionaler und globaler Ebene. Aber andererseits, wenn wir die Herausforderungen nicht angehen, könnte es düster aussehen. Klimawandel, Ressourcenknappheit und Umweltzerstörung könnten große Probleme darstellen. Es hängt stark davon ab, welche Wege wir als Gesellschaft einschlagen und wie wir mit den kommenden Herausforderungen umgehen.
 

Geschäftsführer Michael Schindler
Schindler Fenster + Fassaden GmbH