Sechs Antworten für OHA!
Bitte stellen Sie sich und Ihr Unternehmen kurz vor.
Eigentlich verrät es schon unser Name – Bayola! Bayerisches Öl - ein hochwertiges, regionales Rapsöl aus und für Bayern!
Alle, die an Bayola beteiligt sind, sind Landwirte aus Leidenschaft. Wir lieben es Rohstoffe und Nahrungsmittel in und für Bayern zu erzeugen. Die Idee von Bayola war und ist es, aus heimischem Raps ein gesundheitlich wertvolles, geschmackvolles Speiseöl höchster Qualität zu erzeugen. Daraus entstand unser mildes, fein nussiges Bayola Rapsöl. Unsere Ölmühle betreiben wir in Schwaighausen, nahe Regensburg.
Unserem Raps beziehen wir ausschließlich von Landwirten aus dem Landkreis Regensburg.
Was war Ihre Motivation, OHA! beizutreten?
Als ich auf OHA aufmerksam wurde, habe ich die Homepage durchstöbert und mir war sofort klar, dass es eine tolle Initiative ist, die sich mit unserer Philosophie deckt! Unterstützung, Austausch und gemeinsames Anpacken auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit ist immer gut!
Beschreiben Sie Ihren ökologischen Fußabdruck. Wo sehen Sie Handlungsbedarf?
Nachhaltig und regional ist für uns die Königsdisziplin. Deshalb leisten wir einen nachhaltigen Beitrag für die Umwelt. Wir haben kurze regionale Bezugs- und Absatzwege, unser Rohstoff kommt aus max. 30 km Entfernung zum Produktionsbetrieb, das Öl wird im Wesentlichen innerhalb Bayerns verkauft, damit halten wir Transportwege sehr kurz. Die Glasflaschen werden recycelt und sind aus deutscher Produktion, ebenso all unsere Kartonagen. Wir produzieren unseren Strom mit Photovoltaik auf den Betriebsgebäuden im Wesentlichen selbst, die Wärme wird durch Waldhackschnitzel erzeugt. Wir unterstützen grundsätzlich regionale Vermarktungseinrichtungen, wie die RLR. Durch den Vertragsanbau mit unseren Landwirten verbessern wir deren Nachhaltigkeit, ein Beispiel dafür ist die Klimapatenschaft mit einem Landwirt direkt vor unserer Ölmühlen Tür. Für unsere Kunden schaffen wir Transparenz. Durch eine Chargennummer auf der Flasche kann der Kunde auf unserer Website genau nachvollziehen, von welchem Landwirt der Raps von dieser Flasche Rapsöl stammt.
Wo sehen Sie Handlungsmöglichkeiten?
Handlungsbedarf besteht bei der Reduktion von Müll auch Glasrecycling. Auch Papier und Kartonagen könnten noch weiter reduziert werden. Wir testen aktuell den Einsatz einer wiederverwendbaren Glasflasche, um das aufwändige Recyceln von Glas zu reduzieren. Außerdem wäre eine Erhöhung der Mindestabnahmemengen denkbar, um Frachten zu reduzieren
Wie kann OHA! Sie dabei unterstützen und was wollen Sie bei OHA! tun?
Ich denke, das Netzwerk von OHA kann uns Ideen bzw. auch bereits erfolgreiche Maßnahmen anderer Betriebe aufzeigen. Wir können von anderen engagierten Betrieben lernen.
Ich kann ebenfalls aufzeigen, wie unser Modell funktioniert. Welchen Beitrag eine humusaufbauende Landwirtschaft leisten kann und über regionale CO2 Patenschaften dieses noch weiter ausbauen.
Wo zwischen ökologischem Paradies und Weltuntergang sehen Sie Ihre Region und deren Wirtschaft in fünfzig Jahren?
Wenn ich für unsere Landwirtschaft spreche, sehe ich uns in 50 Jahren eher in einem ökologischen Paradies. Wir wirtschaften schon immer nachhaltig, ganz anders als es die Horror Szenarien in den Medien immer zeigen. Wir leben von der Natur und ihren Früchten und wissen, wie wir sie behandeln müssen, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Schon mein Vater hat den Betrieb so geführt, dass er ihn an mich weitergeben kann. Auch ich habe ihn mittlerweile schon wieder übergeben und es ist unser Ansinnen, dass wir unseren Betrieb an noch viele weitere Generationen weitergeben können.

Rupert Schmid
Bayola Erzeugergemeinschaft GmbH