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Nachhaltigkeit als unternehmerischer Auftrag: OHA! und OmniCert zeigen Studierenden praktische Handlungsmöglichkeiten

Eduard B. Wagner, Gründer der Initiative „Ostbayern handelt!“ (OHA!), und Thorsten Grantner, Geschäftsführer der Umweltgutachterorganisation OmniCert, haben bei einem digitalen Gastvortrag konkrete Handlungsoptionen für unternehmerische Nachhaltigkeit aufgezeigt. Der Erfolg einer Firma hängt auch von ihrer Nachhaltigkeit ab – das theoretische Wissen über diesen Zusammenhang haben viele Menschen bereits. An der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg haben Studierende nun erfahren, wie nachhaltiges Wirtschaften in der Praxis aussieht.
Viele Unternehmen sind durch ihren Fokus auf Gewinnmaximierung in den vergangenen Jahren gewachsen und dieses Denken wird Studierenden nach wie vor vermittelt. An der OTH Regensburg lernen sie aber zudem, dass Profitorientierung allein nicht auf Dauer funktioniert. „Nachhaltiges Wirtschaften ist entscheidend für die Zukunft unserer Gesellschaft“, sagt Sabine Jaritz, Professorin für Betriebswirtschaftslehre. Sie betreut ein Projekt, das den Einfluss von Nachhaltigkeit auf den Unternehmenserfolg zeigt. In diesem Zuge hat Eduard B. Wagner, Geschäftsführer von INSYS MICROELECTRONICS und Vorsitzender der Initiative „Ostbayern handelt!“ (OHA!), den Studierenden bei einem virtuellen Vortrag die Organisation vorgestellt.

 

OHA! bündelt Kräfte für eine vorbildliche Klimaregion Ostbayern bis 2030


„Unternehmen müssen heraus aus ihrer abwartenden Haltung und jetzt ihre Freiheit dazu nutzen, selbstständig zu handeln bevor sie dazu verpflichtet werden“, sagte Wagner. In wenigen Jahren sind die Studierenden selbst Teil des Wirtschaftssystems, daher will OHA! sie für die Herausforderungen des Klimawandels sensibilisieren und Lösungen aufzeigen. „Wir wollen erreichen, dass jedes Unternehmen in Ostbayern bis 2023 seinen CO2-Fußabdruck kennt und entsprechende Maßnahmen ergreift, sodass wir bis 2030 vorbildliche Klimaregion sind“, sagt Eduard B. Wagner. Auch Thorsten Grantner, Geschäftsführer von OmniCert, betont, dass viele Veränderungen leicht realisierbar sind und er hofft auf den Mut der jungen Menschen, Entscheidungen für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu treffen.
Welche Zusammenhänge zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit bestehen, können die Studierenden der OTH auch selbst erfahren. Bei einem mehrwöchigen Planspiel, das neben dem Vortrag ein Teil des Projekts ist, leiten sie fiktive Firmen. „Je nachhaltiger ein Unternehmen agiert, desto positiver ist der Beitrag zur Kursentwicklung“, sagt Professor Michael Höschl vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, der das Projekt mit Sabine Jaritz organisiert. Die Studierenden sollen Weitsicht und Planungskompetenz trainieren und durch eigenes Erleben besser lernen.

 

Unternehmerischer Klimaschutz beginnt beim Geschäftsmodell

Der von Eduard B. Wagner gegründete branchenübergreifende Verein OHA! besteht aus Unternehmer:innen und Privatpersonen aus der Oberpfalz und Niederbayern, die Klimaschutz vorantreiben. OHA! ist eine Plattform, auf der Mitglieder Best Practices, also bewährte Vorgehensweisen, austauschen und individuelle Lösungen finden. Ziel ist es, CO2-Emissionen zu senken und die Energieeffizienz messbar zu steigern – das schützt das Klima und verringert Kosten. Im Fall von INSYS MICROELECTRONICS etwa wird das Firmengebäude ohne fossile Brennstoffe beheizt und klimatisiert.
Thorsten Grantner, Geschäftsführer von OmniCert, steht in engem Austausch mit OHA!. Seine Umweltgutachterorganisation prüft Unternehmen auf ihre Nachhaltigkeit. Grantner und seine Mitarbeitenden wollen Unternehmen motivieren und anleiten, einen positiven Beitrag zu leisten und sich kontinuierlich zu verbessern. „Klimaschutz beginnt beim Geschäftsmodell“, sagte Grantner beim Vortrag, nur so würden Aktionen über eine längere Zeit wirken.

 

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit ergänzen sich gegenseitig

Grantner glaubt: Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus, sondern bedingen sich gegenseitig. Firmen, die nachhaltig arbeiten, also zum Beispiel auch in Mitarbeiter:innen, Kund:innen und Lieferant:innen investieren und deren Bedürfnisse einbeziehen, setzen sich durch, so Grantner. „Wer langfristig erfolgreich sein oder bleiben will, muss jetzt handeln.“
Die Umweltgutachterin Dr. Andrea Berglehner, die sich bei OmniCert ebenfalls um die Zertifizierung von Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit kümmert, gehört zum OHA! Expertenrat. Das interdisziplinäre Gremium, dem Vertreter:innen aus Wissenschaft und Wirtschaft angehören, stärkt die gemeinnützige Initiative durch seine Expertise, etwa im Bereich grüner Technologien. Damit besteht der Mehrwert von OHA! in der Vernetzung unterschiedlicher Perspektiven sowie in der Verbindung von Theorie und Praxis. Indem OHA! Kräfte bündelt, entstehen Synergieeffekte.

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