OHA! zu Gast bei Schneider Electric in Regensburg
In Kooperation mit der IHK Regensburg
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „OHA! zu Gast bei …“ öffnete Schneider Electric am 7. Oktober 2025 die Tore seines Standorts am Sachsenwerk-Campus in Regensburg. Die Veranstaltung war schnell ausgebucht, das Interesse an den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und unternehmerische Verantwortung ist nach wie vor groß. Die Teilnehmenden erhielten im Rahmen des Besuches einen Einblick in die Geschichte, in die Werte und die Zukunftsstrategien des internationalen Technologiekonzerns.
Tradition und Zukunft
Mit der Gründung des Sachsenwerks im Jahr 1903 in Dresden und Verlegung nach Regensburg im Jahr 1948 begann der erfolgreiche Weg eines Unternehmens, das seit 2010 unter dem Namen Schneider Electric geführt wird. Heute vereinen sich in Schneider Electric über 120 Jahre Erfahrung im Schaltanlagenbau mit einem klaren Fokus auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit, zwei zentrale Themen, die das zukünftige Wachstum des Unternehmens prägen sollen.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität
Mit dem Net-Zero-Commitment verfolgt Schneider Electric das Ziel, bis 2050 eine klimaneutrale Wertschöpfungskette zu schaffen, von den eigenen Standorten bis zur Lieferkette.
Bis Ende 2030 sollen alle eigenen Betriebsstätten und die eigenen Betriebe „Netto-Null-bereit“ sein.
Zudem unterstützt das Unternehmen seine Lieferanten bei der Halbierung ihrer CO₂-Emissionen durch gezielte Programme. Das unternehmenseigene Programm „Schneider Sustainability Impact“ (SSI 2021–2025) bündelt Nachhaltigkeits- und ESG-Ziele (Environment, Social, Governance) und dient als strategischer Rahmen für die Umsetzung der Klimaziele.
Nachhaltige Technologien im Werk
Während der Werksführung wurden verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte vorgestellt, die bereits umgesetzt sind. Das Werk ist mit modular steuerbarer LED-Technik ausgestattet, die von den Mitarbeitenden bedarfsgerecht genutzt werden kann. Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und zusätzliche Dämmmaßnahmen haben zu einer Energieeinsparung von rund 1.000 MWh beigetragen.
Ein weiterer Schritt ist die Abkehr vom klimaschädlichen Isoliergas SF₆ bei neuen SF₆-Frei Schaltanlagen. Statt SF₆ wird Luft als Isoliermedium verwendet.
Ein technisches Beispiel für effiziente Produktionsprozesse ist die Komax-Maschine, die Verdrahtungen als vorgefertigte Module herstellt – digitalisiert und abfallfrei.
Werte im Fokus
Neben den Kernthemen legt Schneider Electric besonderen Wert auf Sicherheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Mit den „5S für Sicherheit“ – Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin – werden klare Strukturen geschaffen, die das Bewusstsein für Arbeitssicherheit stärken. Auch Qualität versteht das Unternehmen als selbstverständlichen Teil seiner Verantwortung: Sie wird durch Zertifizierungen und Qualitätsstandards sichergestellt.
Am Standort Regensburg arbeiten rund 850 Mitarbeitende aus über 25 Nationen. Diversität und Inklusion gehören zu den zentralen Werten des Unternehmens und sind fester Bestandteil der Unternehmenskultur.
Deutlich wurde, dass Schneider Electric Nachhaltigkeit nicht nur als Ziel, sondern als festen Bestandteil seiner Unternehmensstrategie versteht, verbunden mit technischer Innovation und verantwortungsvollem Handeln. Wir danken dem Unternehmen für die Möglichkeit, den Standort kennenzulernen und freuen uns über das hohe Interesse der Teilnehmenden an der Veranstaltung.
Text: Katharina Amann