Wald-Windpark Schiederhof: Zwischen Energiegewinnung und Waldumbau
Rund 50 Teilnehmende nutzten am 17. September die Gelegenheit, den Wald-Windpark Schiederhof vor Ort kennenzulernen und sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Windenergienutzung im Wald auseinanderzusetzen.
Im Mittelpunkt der Besichtigung standen die drei Windenergieanlagen in der Nähe von Wörth an der Donau und die Frage, wie sich Windenergie und eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung miteinander verbinden lassen. Perigus Energy, der Windpark-Betreiber, gab Einblicke in die Planung und Umsetzung des Projekts, während Thurn und Taxis Forstwirtschaft die Perspektive der Waldbesitzenden und die Bedeutung einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Waldbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels einbrachte.
Auch die Auswirkungen des Baus auf den Wald waren Thema. Die Bauphase dauerte rund ein Jahr und war mit Eingriffen in die Natur verbunden. Für die Anlagen und Zufahrten mussten Flächen gerodet und für die Anbindung Erdkabel verlegt werden. Heute zeigt sich an den Flächen unterhalb der Anlagen ein anderes Bild: Büsche und Pflanzen haben sich wieder angesiedelt und bieten Lebensraum für zahlreiche Arten. Dadurch ist dort inzwischen eine größere biologische Vielfalt entstanden als vor dem Bau.
Gleichzeitig zeigt das Projekt den Zusammenhang von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Die Verpachtung der Flächen bietet den Waldbesitzenden eine zusätzliche Einnahmequelle. Diese kann dazu beitragen, den notwendigen Waldumbau voranzutreiben und die Wälder an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Damit verbindet das Projekt verschiedene Aspekte nachhaltiger Entwicklung: die Erzeugung erneuerbarer Energie, die wirtschaftliche Nutzung der Waldflächen und die Entwicklung neuer Lebensräume.
Ein herzliches Dankeschön gilt der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim, Perigus Energy und Thurn und Taxis Forstwirtschaft für die gemeinsame Veranstaltung sowie allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und die Einblicke vor Ort.
Text: Katharina Amann